Untere Straße 2, 96173 Oberhaid

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Leitbild

Leitbild

Unser Ziel ist es nicht nur, Kinder „schulfit“ zu machen, sondern sie zu wissbegierigen, mitfühlenden und selbstbewussten Individuen zu erziehen, immer orientiert an ihrem jeweiligen Entwicklungsstand und ihren persönlichen Voraussetzungen.

Jedes Kind ist einzigartig. Diese Erkenntnis steht im Zentrum unserer pädagogischen Arbeit; darum nehmen wir die Kinder ernst, so wie sie sind und achten ihre Individualität. Das bedeutet, dass wir nicht unterschiedslos und schematisch fördern und erziehen, sondern immer die Bedürfnisse des Kindes berücksichtigen.

Unser Leitbild ist darüber hinaus geprägt von der katholischen Trägerschaft unserer Einrichtung. Christliche Grundwerte von Nächstenliebe und Toleranz, Vertrauen und Zuversicht haben großen Einfluss auf das Bild vom Kind, das unserem täglichen Umgang mit den Kindern zugrunde liegt.

Unser Haus soll ein Ort der Geborgenheit für die Kinder sein, ein geschützter Ort, der ganz auf ihre Bedürfnisse ausgerichtet ist. Gleichzeitig sind wir Teil unserer Welt und unserer Gemeinde, in deren Mitte wir leben. Weltwissen und Naturerfahrung, aber auch die enge Kooperation mit (über-)örtlichen Institutionen gehören daher ebenfalls wesentlich zu unserem Profil.

Die wichtigste Rolle im Entwicklungsprozess eines Kindes nehmen seine Eltern ein. Die eigene Familie ist der Lebensmittelpunkt der Kinder. In unserer Erziehungsarbeit respektieren wir, dass die Eltern die Experten für ihre Kinder sind, wir unterstützen und begleiten die Erziehung in der Familie.

Wichtig ist uns schließlich, das Niveau unserer pädagogischen Arbeit nicht nur zu erhalten, sondern beständig zu verbessern. Das gelingt uns durch gruppenübergreifendes Arbeiten, gemeinsame Reflexion und Teamfortbildungen und stetigen Austausch mit den Eltern. Eine hohe personelle Kontinuität garantiert darüber hinaus den Kindern verlässliche Bezugspersonen.

Bildungsziele

Inhaltlich hält sich unsere Arbeit an die Vorgaben, die das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen (StMAS) und das Staatsinstitut für Frühpädagogik, München, in der jeweils aktuellen Ausgabe des „Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplans für Kinder in Tageseinrichtungen bis zur Einschulung“ (BayBEP) machen.

Hier werden Basiskompetenzen festgelegt, die das Kind beim Besuch der Tagesstätte erwerben soll. Dazu sind themenbezogene Bildungs- und Erziehungsbereiche vorgegeben. In unserer täglichen Arbeit achten wir darauf, die Kinder gemäß diesen Vorgaben ganzheitlich zu fördern. Wie wir das tun, erfahren Sie in unserer Konzeption.

Krippenpädagogik

Seit September 2009 verfügt unsere Einrichtung über eine eigene Krippengruppe. In dieser Gruppe werden 12 Kinder im Alter zwischen einem und drei Jahren von Gruppenleitung  Heike Friedmann,  B.A. Pädagogik, mit dem Schwerpunkt Elementarpädagogik, und Kinderpflegerin Christine Rauscher betreut.

Der Besuch einer Krippe hat, wie pädagogische Forschungen der letzten Jahre gezeigt haben, einen sehr positiven Einfluss auf die individuelle Entwicklung von Kindern. Besonders kleine Kinder lernen miteinander und voneinander. Ihr Lernen ist dann besonders effektiv, wenn es zusammen mit Gleichaltrigen geschieht.

Von großer Bedeutung ist zudem die vertrauensvolle, verlässliche Bindung an liebevolle Betreuungs­personen. Dazu kommen wichtige Aspekte der Selbsterfahrung: Das Kind soll sich erleben als liebens­wert und liebesfähig, als kompetent und selbstbestimmt, als fähig zu Problemlösung und zur Bewälti­gung alltäglicher Herausforderungen. Diese Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen ist Kernpunkt unserer pädagogischen Arbeit in der Krippe.

Die Betreuung und Förderung von Kindern unter drei Jahren muss zum Teil anders konzipiert sein als die Betreuung der Kindergartenkinder. Krippenkinder haben entwicklungsbedingt andere Bedürfnisse als ältere Kinder. Dies betrifft nicht nur ihr individuelles Schlaf- und Ruhebedürfnis, ihr Essensverhalten und die Hygiene, sondern auch und vor allem die Art und Weise der Kommunikation und des sozialen Lernens.

Mit dem ersten Tag in der Krippe beginnt für Kinder und Eltern ein neuer, aufregender Lebensabschnitt. Da wir jedoch wissen, wie unterschiedlich die Persönlichkeiten der Kinder sind, lassen wir den Kindern und Eltern ausreichend Zeit, den Krippenalltag gemeinsam kennen zu lernen. Die Familien „schnuppern“ in der Regel mehrere Wochen lang, auch die eigentliche Eingewöhnungsphase verläuft behutsam und individuell in Absprache mit den Eltern.

In der Krippe erleben die Kinder einen festen Tagesablauf, der ihnen Sicherheit und Orientierung gibt. Zwischen 7.00 und 9.00 Uhr kommen die Kinder in die Krippe, sie suchen sich ihre Spielmöglichkeit selbst und kommen im gemeinsamen Alltag an. Der anschließende Morgenkreis begrüßt alle Kinder in der Gruppe und weist auf Besonderheiten des Tages hin. Nach dem gemeinsamen Frühstück bieten wir gezielte Beschäftigungsmöglichkeiten an. Nach dem Mittagessen um 11.30 Uhr ruhen sich die Kinder im gemeinsamen Ruheraum aus, gerne mit vertrauten Gegenständen von zu Hause (Kuscheltier, Schnuller etc.), anschließend haben sie erneut bis zum Abholen die Möglichkeit zum Freispiel. Da wir die Ruhezeit am individuellen Schlafrhythmus der Kinder ausrichten, können sich die Kinder natürlich auch schon früher ausruhen. Der Tag in der Krippe verläuft ruhiger und in gemächlicherem Tempo als in den Kindergartengruppen. Das gibt uns die Möglichkeit, die besonderen Bedürfnisse der Kleineren zu erfüllen.

Einen großen Stellenwert für Kinder dieses Alters hat ihre sprachliche Entwicklung. Wir schaffen eine liebevolle, sprachanregende Umgebung für die Kinder, wir fördern ihre Wahrnehmung mit allen Sinnen und das gemeinsame Sprechen über ihre Erfahrungen. Allen Kindern wird Zeit gegeben, sprachlich zu reagieren und zu agieren, ihren Wortschatz zu erweitern und Spaß an der Kommunikation zu erfahren. Wir bieten den Kindern Sprachanlässe im Einzel- wie im Gruppengespräch und fördern ihre Sprachentwicklung durch Lieder und Reime, Fingerspiele, altersgerechte Bilderbücher und Geschichten.

Die Wahrnehmung des eigenen Selbst und der Aufbau einer positiven Identität gehört zu den wichtigsten Förderzielen in diesem Alter. Wir geben den Kindern dabei Unterstützung, z. B. durch Gestaltung von „Ich-Büchern“ oder zielgerichtete Lernspiele vor der kindergroßen Spiegelwand.

Die Entwicklung der Körperpflege hängt eng mit der Wahrnehmung des eigenen Körpers zusammen. Die Kinder werden behutsam dazu ermuntert, Stück für Stück selbst ihre Körperpflege zu übernehmen, soweit ihnen dies schon möglich ist. Die Hände und das Gesicht vor und nach dem Essen zu waschen wird auf diese Weise ebenso wie das Händewäschen nach dem Toilettengang und das Zähneputzen allmählich zur Selbstverständlichkeit. Das Wickeln ist nicht nur eine notwendige pflegerische Maß­nahme, sondern gibt uns die Gelegenheit zu emotionaler Zuwendung und Kommunikation. „Sauber-Werden“ nach einem festen Zeitplan gibt es bei uns nicht. Wir achten darauf, dass den Kindern der Wechsel von der Windel zur Toilette selbstbestimmt gemäß ihrem individuellen Entwicklungsstand gelingt – immer ohne Zwang.

Konzeption

Über unser pädagogisches Programm, unsere Schwerpunkte, den Tagesablauf und vieles weitere gibt unsere Konzeption noch ausführlicher Auskunft als unsere Homepage. Wenn Sie sich dafür interessieren, können Sie die Konzeption über diesen Link als PDF-Datei aufrufen: Konzeption_Stand_01-2016.

Tagesprogramm

Uhrzeit Aktion
7.00 – 8.00 Uhr Auffangdienst in der Krabbelkäfer- bzw. Mäusegruppe
8.00 – 9.45 Uhr
Freispiel, gleitendes Frühstück
9.45 Uhr Morgenkreis
ab 10.00 Uhr gezielte Angebote für die Gesamtgruppe, Projekt- oder Kleingruppenarbeit
11.30 Uhr Mittagessen bei den Krabbelkäfern
12.00 Uhr Mittagessen bei Hasen und Mäusen
12.00 – 13.00 Uhr Mittagsruhe bei den Krabbelkäfern
12.30 –  13.00 Uhr bei schlechtem Wetter kleine Mittagsruhe, wir lesen vor
13.00 – 15.30 Uhr Freispiel, Kleingruppenarbeit, Spielen im Freien
15.30 – 16.30 bzw. am Freitags bis 16.00 Uhr Auffangdienst bei den Mäusen und Hasen

Inklusion

Braucht ein Kind besondere Betreuung, besteht für die Eltern die Möglichkeit, eine integrative Betreuung für ihr Kind in unserem Haus bei der Sozialverwaltung des Bezirks Oberfranken zu beantragen.

Ein positiver Bescheid hat zur Folge, dass das Kind – soweit wir über die Platzkapazität verfügen – in der Hasengruppe, unserer Integrativgruppe, mit deutlich weniger Kindern und erhöhtem Personalschlüssel eine besonders intensive, individuelle Förderung erhält. Zusätzlich werden „Integrativkinder“ meist vom integrativen Fachdienst mit gezielter Einzel- und Gruppenförderung betreut. Entwicklungsverzöger­ungen, motorische Beeinträchtigungen, Sprachauffälligkeiten und Ähnliches können auf diese Weise gezielt behandelt werden.

Unser Ziel ist es, diese Kinder nicht auszugrenzen, sondern als völlig gleichberechtigt und gleichwertig in unsere Gemeinschaft aufzunehmen. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Umgang mit individuellen Unterschieden

In Kooperation mit Kinderärzten, Therapeuten und Schulen stimmen wir notwendige Hilfe­leistungen individuell auf das Kind ab, die in Förderplänen und Entwicklungsberichten stets dokumen­tiert werden. Wie bei allen anderen Kindern, unterliegen auch bei den „Integrativkindern“ ärztliche Diagnosen und alle schriftlichen Dokumentationen natürlich strikt dem Datenschutz und unserer Schweigepflicht.

Vorschule

Übergänge im Bildungsverlauf stellen für Kinder eine besondere Herausforderung dar. Wenn sie in die Kindertagesstätte kommen oder anschließend in die Schule, sollten Eltern und Einrichtungen in besonders engem Maße zusammenarbeiten, um den Übergang für die Kinder so leicht wie möglich zu gestalten.

Wir begleiten diese Übergänge behutsam und mit dem notwendigen zeitlichen Vorlauf. Der Übergang in die Grundschule ist geprägt durch ein Vorbereitungsjahr für die „Vorschulkinder“. In gruppeninternen oder gruppen­über­greifenden, regelmäßigen Treffen lernen die Kinder über das normale Gruppenprogramm hinaus notwendige Grundkenntnisse für den erfolgreichen Schulstart. Sie lernen Zahlen und Buchstaben kennen, üben ihre Feinmotorik im Umgang mit Stift und Pinsel, erlangen phonologische Bewusstheit  und bei vielfältigen Ausflügen immer größere Selbstständigkeit.

Wir fördern die Vorfreude auf die Schule: Die Kinder erfahren, dass Lernen Spaß macht und erzielen motivierende Lernerfolge. Auch grundlegende Fähigkeiten der Selbstorganisation (sich eigenständig anziehen, die Tasche packen, Ordnungs- und Gesprächsregeln) spielen eine immer größere Rolle.

Abschiedsrituale am Ende der Kindergartenzeit (Segnung, „Rauswurf“) und ein liebevolles Abschiedsgeschenk signalisieren den Kindern das Ende eines wichtigen Lebensabschnitts. Gleichzeitig ergeben sich für die Eltern viele Fragen. In enger Vernetzung mit der örtlichen Grundschule versuchen wir, sie bei diesem auch für viele Eltern aufregenden Übergang in einen weiteren Lebensabschnitt ihres Kindes zu unterstützen.

Vernetzungen

Unsere Kindertagesstätte arbeitet eng mit verschiedenen anderen sozialen und gesellschaftlichen Institutionen zusammen. Wir kooperieren mit den anderen örtlichen Kindertageseinrichtungen, mit der Gemeinde Oberhaid und mit verschiedenen örtlichen Vereinen.

Auf eine lange bewährte Zusammen­arbeit sind wir in der Förderung der „Integrativkinder“ stolz: Anemone Hennings bietet seit vielen Jahren den integrativen Fachdienst für unsere Einrichtung an. Darüber hinaus hat sich eine enge Kooperation mit der Grundschule bewährt, um den Kindern und ihren Eltern den Übergang in die Schule zu erleichtern.

Mit der Frühförderstelle der Lebenshilfe Bamberg und der Schulvorbereitenden Einrichtung (SVE) der Giechburgschule in Scheßlitz arbeiten wir ebenso vertrauensvoll zusammen wie mit den übergeordneten staatlichen Trägern der Jugendhilfe, dem Gesundheitsamt und den jeweiligen Kinderärzten.

Die Ausbildung des pädagogischen Nachwuchses liegt uns am Herzen. Deshalb engagieren wir uns in der Ausbildung von angehenden KinderpflegerInnen und ErzieherInnen und stellen regelmäßig Ausbildungs- und Praktikumsplätze bereit. Hierbei stehen wir in stetem Austausch mit den zuständigen Schulen und Fachakademien.